Aller guten Dinge sind drei. Ob das auch OPs gilt?
Die SRS habe ich ja bereits erfolgreich hinter mir. Genauso wichtig ist mir jedoch auch ein Brustaufbau. Wer den Post "Die Bedeutung der GaOP für mich" gelesen hat, weiß auch warum.
Einen Brustaufbau kann man ohne Probleme in Deutschland durchführen lassen. Viele plastische Chirurgen haben auch recht viel Erfahrungen mit Transfrauen. Ins Ausland muss ich also nicht.
Auch rechtlich ist das Ganze seit dem BSG-Urteil im vergangenen September einfach: Wenn Körbchengröße A nicht erreicht wird ist der Brustaufbau bei Transfrauen praktisch eine Regelleistung geworden. Bei mir sind nach knapp 20 Monaten HRT vielleicht 5 oder 6 cm gewachsen, wenn überhaupt. Nötig für A wären 12 cm, das ist also eindeutig. Mal abgesehen davon, dass A mit Sicherheit optisch eher wenig hermachen würde.
Es bleibt also eher die Frage, wo ich das machen lasse und welche Fragen dabei zu beachten sind.
Zu den Fragen:
Es gibt runde und tropfenförmige Implantate. Die tropfenförmigen haben eine etwas bessere anatomische Form. Beiden Formen gemeinsam ist, dass die Brust zunächst einen "Halbe-Melonen-Effekt" aufweist, insbesondere, weil bei mir ja gar keine vorhandene Brust existiert. Das tropfenförmige Implantat nimmt dann wohl recht schnell ein natürliches Aussehen ein und hat nach oben auch einen schönen Brustansatz. Auch bei den runden Implantaten kommt es in der Regel nach einigen Monaten zu einem natürlichen Aussehen, wenn sich die Haut und das Gewebe auch entsprechend gedehnt hat.
Anatomische Implante verfügen immer, runde meist über eine rauhe Oberfläche. Hierdurch wird das Risiko von Kapselfibrosen vermindert. Die Gefahr bei den anatomsichen (=tropfenförmigen) Implantaten ist, dass diese sich verdrehen können - was dann sicher weniger schick aussieht.
Die Implantate sind in der Regel mit Silikon gefüllt. Früher konnte dieses bei einem Riss in der umgebenden Haut durchaus auslaufen, das kann heute nicht mehr passieren. Der Inhalt der Implantate ist fest, auch wenn es sich anders anfühlt.
Die nächste Frage ist die der Projektion. Damit ist gemeint, wie stark die Brust nach vorne heraussteht. Die Größe der Implantate bemisst sich in ml. Für eine bestimmte Brustgröße muss das Implantat einen gewissen Durchmesser haben. Es ist klar: Je größer der Durchmesser ist umso weniger Projektion hat das Implantat bei gleichem Volumen. Bei den anatomischen Implantaten kommt noch hinzu, dass es hier nicht durch einen Durchmesser gibt, sondern zwei. Es sind also 3 Größenparameter zu beachten (Höhe, Breite und Volumen).
Die Hersteller der Implantate fertigen hier vielfältige Varianten, so dass die Wahl der Implantate genau an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden können.
Ich persönlich werde mich wohl für anatomische Implantate entscheiden. Da ja praktisch keine Brust vorhanden ist müssen die Implantate auch groß sein, eher die Obergrenze des chirurgisch machbaren. Das liegt da, wo ansonsten die Haut so stark gedehnt wird, dass die Verheilung des Schnitts nicht mehr gut gewährleistet ist, weil zu viel Zug auf dem Gewebe liegt.
Die Implantate können über oder unter dem Muskel platziert werden. Bei mir gibt es da eigentlich gar keine Frage: Es gibt nur wenig vorhandenes Gewebe über dem Muskel, so dass der obere Rand des Implantats ständig tastbar wäre. Es muss also unter den Brustmuskel.
Es gibt die Möglichkeit das Implantat über verschiedene Schnittführungen einzuführen. Am wenigsten sichtbar ist die Narbe in der Achselhöhle. Leider ist damit aber auch die Größe des Implantats beschränkt und die richtige Platzierung ist nicht so einfach. Weiterhin kann man am Warzenvorhof einen Schnitt setzen, das hat die größere Gefahr von Gefühlsstörungen der Brustwarze. Und schließlich der Schnitt in der Unterbrustfalte, der eine gute Platzierung auch großer Implantate ermöglicht. Das wird es wohl werden.
Es bleibt die Frage nach der erreichbaren Größe. Körbchengröße B sollte es schon mindestens sein, das ist aber nicht wirklich schwierig. Die Kosten sind bei allen Implantaten gleich. Mehr als C möchte ich auch nicht, dann wird es mit den Kleidergrößen schon wieder schwierig. Genau lässt sich die Größe nicht vorab ermitteln, lediglich abschätzen. Nach den Vorgesprächen wäre ich mit den Implantaten von gut 500ml wohl zwischen B und C, also voll im Wunschbereich.
Über Chirurgen, die geschlechtsangleichende Operationen durchführen, ist in der Szene sehr viel bekannt. Klar, die Komplikationshäufigkeit ist recht groß und die Ergebnisse optisch und funktional sehr unterschiedlich. Das ist bei einem Brustaufbau weniger spektakulär, daher kursieren auch weniger Informationen über die plastischen Chirurgen.
Ich habe einfach mal bei Facebook in einer Transgruppe nach entsprechenden Erfahrungen gefragt. Viel ist da leider nicht gekommen. Vorgeschlagen wurde Dr. Gruner in Oberhausen und Dr. Pasel in Hamburg. Beide haben mit TS Erfahrungen gemacht.
Am 06. Mai hatte ich das erste Vorgespräch bei Dr. Gruner in Oberhausen. Das Gespräch ist in einer sehr freundlichen Atmosphäre verlaufen. Zu den o.g. Möglichkeiten: Er implantiert nur Implantate mit rauher Oberfläche. Er empfiehlt runde Implantate, ist anatomischen aber nicht abgeneigt. Schnittführung in der Unterbrustfalte, angestrebte Implantatgröße 550ml. Der Vorteil hier ist, dass Oberhausen für mich sehr gut erreichbar ist, bei freier Strecke rund 90 min. Autofahrt. Die Wartezeit nach Kostenzusage beträgt drei bis vier Wochen, die brauche ich ohnehin mindestens für meine berufliche Planung. Mit 14 Tagen Ausfall sollte ich rechnen. Im Krankenhaus bleibe ich 2 Tage. Nachuntersuchungen nach 6 Wochen (solange muss einen sog. Stuttgarter Gürtel tragen), nach 3 Monaten und nach einem Jahr. Alles in allem scheint das eine gute Möglichkeit zu sein.
Das zweite Vorgespräch fand bei Dr. Pasel in Hamburg am 24. Mai statt. Auch dieses Gespräch verlief in einer sehr freundlichen Atmosphäre. Kurz vor dem Termin hatte ich noch mal auf die Website geschaut und keinen Hinweis auf eine Kassenzulassung gefunden. Da ist mir schon das Herz in die Hose gerutscht und ich hatte Angst dass ich den weiten Weg nach Hamburg umsonst gefahren bin. Dem ist aber nicht so. Er hat wohl Belegbetten im Asklepios Klinikum Barmbek und im Marienkrankenhaus. Da ich stationär privat versichert bin hat er mir die Asklepios-Klinik empfohlen, da ist die Privatstation oben mit Dachgarten...Und im Marienkrankenhaus wird wohl nicht immer ganz so positiv auf TS reagiert.
Die Beratung war sehr ausführlich und hat alle in Frage kommenden Alternativen berücksichtigt. Er empfiehlt auch eine Schnittführung in der Unterbrustfalte, die ist am wenigsten auffällig und auch für größere Implantate geeignet. Größe der Implantate ebenfalls um 500ml - das ergibt dann Körbchengröße C und ist mehr als ausreichend.
Die Wartezeit ist hier rund zwei Monate, in Ferienzeiten auch deutlich mehr. Dr. Pasel macht rund 200 Brust-OPs pro Jahr - hat also viel Erfahrung, auch mit TS. Krankenhausaufenthalt 4-5 Tage, auch weil die Entfernung nach Hamburg so weit ist. Ich werde wohl nach 10 Tagen wieder arbeiten können, das käme mir ja sehr entgegen. Es gibt auch 2 Nachuntersuchungen. Nach der OP muss ich für 6 Wochen einen strammen Sport-BH bzw. einen Stuttgarter Gürtel tragen, also ähnlich wie bei Dr. Gruner. Und jedes Jahr sollte einmal das Implantat untersucht werden, auch das bietet er an (kann man aber auch woanders machen).
Dr. Pasel will das Implantat teilweise unter den Brustmuskel setzen, nämlich nur den oberen Teil. Damit wird vermieden, dass sich die Brust mit der Anspannung des Brustmuskels bewegt, aber das Aussehen ist trotzdem sehr natürlich. Er hat als Ziel seiner OPs auch genau das gesagt: Es soll ein möglichst natürliches Gesamtbild ergeben. Genau das, was ich auch will.
Nach den beiden Gesprächen werde ich wohl zu Dr. Pasel tendieren, auch wenn Dr. Gruner mit Sicherheit auch sehr kompetent ist. Allein die Zielvorstellung war bei ihm richtig gut und entspricht genau meinen Vorstellungen, bei Dr. Gruner war ich mir da weniger sicher. Aber das ist ein reines Bauchgefühl - objektiv mögen die beiden sicher gleichwertig sein. Der Aufwand mehrfach nach HH zu fahren ist natürlich größer, letztlich aber auch begrenzt.
Jetzt werde ich also meinen Antrag abschicken sobald ich die Indikation von Dr. Pasel bekomme. Und dann heißt es Daumen drücken...
Samstag, 25. Mai 2013
Sonntag, 19. Mai 2013
Eine OP ist nicht genug (1. Teil): Planung einer FFS
Als ob ich mit meiner GaOP nicht bereits genug hätte... Und noch auch noch FFS?
Aber schon bevor ich nach Thailand gefahren bin habe ich über eine FFS nachgedacht. Im Alltag gibt es bei den alltäglichen Situation auf der Straße oder beim Einkaufen doch immer wieder Situationen, in denen das maskuline Gesicht auffällt und für blöde Bemerkungen, dümmliches Grinsen oder Getuschel sorgt. Die Lust, das aushalten zu müssen wird einfach immer weniger.
Nun war ich bei Suporn ja auch bei einem der dafür in Frage kommenden Chirurgen, dem ich ja nicht nur Fotos schicken konnte, sondern der mich auch live begutachten konnte.
Und da ich dachte ich sei nach meiner Rückkehr nach Deutschland auch nicht so mobil hatte ich bereits am 09. Januar einen Termin bei Bart van de Ven in Gent ausgemacht, der konnte mich also auch live sehen.
In Gent bekam ich die Empfehlung alles machen zu lassen. Full-FFS. Und zwar in zwei Schritten, wobei bei der zweiten OP ein Facelift gemacht wird und einige Stellen mit Eigenfett unterspritzt wird. Kosten der ersten OP 14.700€, bei der zweiten sind es 8.000€. Zusammen also 22.700€ - eine ganze Menge Geld. 5% lassen sich noch sparen, wenn man bereit Bilder von sich veröffentllichen zu lassen.
Die Ergebnisse, die auf der Website von Bart van de Ven zu sehen sind, finde ich nicht alle gelungen. Da ist zwar keiner entstellt (wenn sie das nicht schon vorher waren...), aber einen deutlichen Schritt von männlichen zu weiblichen Gesicht konnte ich auch nicht bei allen ausmachen. Manchmal wirkt es etwas androgyner, manchmal aber auch das nicht.
Dann war ich bei Suporn. Er hat mir forehead reduction und rhinoplasty empfohlen, jeweils mit ein paar Kleinigkeiten im OP-Gebiet (Lip-lift, Brow-Lift etc). Chin reduction Jaw reduction optional. Alles in allem ein Preis von über 1 Mio Baht, das sind zur Zeit über 28.000€. Facelift und Fettunterspritzungen sind da noch nicht mit dabei...
Die Beratung fand ich deutlich besser als in Gent. Ergebnisse, die ich gesehen habe, waren alle gut, aber nicht spektakulär.
Der Rest ging dann nur per Mail. In Chonburi haben wir eine Frau kennengelernt, die bei Dr. Cardenas in Mexiko (Guadaljara) war. Die sah richtig gut aus. Er bietet komplette Pakete an, die sehr günstig sind.
Ich habe Fotos hingeschickt, herauskam ebenfalls eine Full-FFS. Preis: 20.900 Dollar. Das sind ca. 16.000 €. Eine ganz andere Größenordnung wie bei Suporn, vor allem mit Facelift.
Allen drei Angeboten ist gemeinsam, dass hier der Augenbrauenknochen reduziert wird, in Gent wird auch ein Teil des Knochens entfernt und tiefer liegend wieder eingesetzt.
Das letzte Angebot habe ich von DiMaggio in Buenos Aires eingeholt. Auch hier habe ich einige in Thailand getroffen, die ebenfalls dort waren. Christine in Luxemburg kannte ich vorher schon. Die Ergebnisse sind allesamt hervorragend. Die Charakteristik des eigenen Gesichts bleibt im Grundsatz erhalten, es ist eine deutliche Feminisierung feststellbar. Auch DiMaggio hat mir eine Full-FFS empfohlen. Ganz deutlich hat er darauf hingewiesen, dass bei mir eine Reconstruktion der Stirn notwendig ist, damit der notwenige Effekt auch wirklich eintritt. Von vorne sieht man es nicht so, aber im Profil habe ich eine sehr stark fliehende Stirn - das ist in der Tat ein sehr maskulines Merkmal, genauso wie die viel zu große Nase.
Er hat mir auch 2 Varianten angeboten: Eine mit 2 OPs, bei der zweiten findet Face- und Neck lift statt. Das macht m.E. auch Sinn, weil bei den anderen Eingriffen doch starke Schwellungen entstehen. In einer zweiten OP kann dann das Endergebnis viel besser dosiert werden, ist aber mit zusätzlichen Reise- und Unterkunftskosten verbunden. In Gent fällt das nicht so ins Gewicht, aber Argentinien.... das ist schon aufwändiger!
Der Preis für die erste OP ist 21.000$, für die zweite 7.000$ (= 16.000€ bzw. 5.300€, zusammen rund 21.000€). Die Variante alles bei einem Aufenthalt zu machen liegt bei 28.500$=21.500€. Dafür muss man aber 23 Tage dort bleiben statt 16, es gibt auch dann zwei OPs.
Fazit: Das mit weitem Abstand günstigste Angebot ist das von Cardenas in Mexiko, vor allem ist dort die Unterkunft schon mit dabei.
Bart von de Ven und Dimaggio halten sich die Waage, auch wenn sich die Leistungen im Detail unterscheiden. Mit weitem Abstand am teuersten ist Suporn. Warum weiß ich nicht. Bei ihm ist es nur ein OP-Tag, selbst wenn der dann besonders lang ist. Aber der 2 1/2-fache Preis einer SRS - ich weiß nicht. Und der Experte für FFS ist er ja nicht unbedingt, das bietet er ja nur so nebenbei an.
Eine Entscheidung habe ich noch nicht getroffen, noch nicht einmal, ob ich überhaupt irgendwas machen lasse. Einen Antrag bei der KK werde ich auf jeden Fall für die OPs bei Bart van de Ven stellen, auch wenn die Chancen da was durch zu bekommen eher gegen Null tendieren. Würden die aber etwas zusagen hätte ich mit meiner Zusatzversicherung wieder ganz gute Karten für einen Zuschuss, auch wenn es nicht Gent würde. Aber man weiß ja nie...
Und jetzt noch mal alles in der Übersicht:
Aber schon bevor ich nach Thailand gefahren bin habe ich über eine FFS nachgedacht. Im Alltag gibt es bei den alltäglichen Situation auf der Straße oder beim Einkaufen doch immer wieder Situationen, in denen das maskuline Gesicht auffällt und für blöde Bemerkungen, dümmliches Grinsen oder Getuschel sorgt. Die Lust, das aushalten zu müssen wird einfach immer weniger.
Nun war ich bei Suporn ja auch bei einem der dafür in Frage kommenden Chirurgen, dem ich ja nicht nur Fotos schicken konnte, sondern der mich auch live begutachten konnte.
Und da ich dachte ich sei nach meiner Rückkehr nach Deutschland auch nicht so mobil hatte ich bereits am 09. Januar einen Termin bei Bart van de Ven in Gent ausgemacht, der konnte mich also auch live sehen.
In Gent bekam ich die Empfehlung alles machen zu lassen. Full-FFS. Und zwar in zwei Schritten, wobei bei der zweiten OP ein Facelift gemacht wird und einige Stellen mit Eigenfett unterspritzt wird. Kosten der ersten OP 14.700€, bei der zweiten sind es 8.000€. Zusammen also 22.700€ - eine ganze Menge Geld. 5% lassen sich noch sparen, wenn man bereit Bilder von sich veröffentllichen zu lassen.
Die Ergebnisse, die auf der Website von Bart van de Ven zu sehen sind, finde ich nicht alle gelungen. Da ist zwar keiner entstellt (wenn sie das nicht schon vorher waren...), aber einen deutlichen Schritt von männlichen zu weiblichen Gesicht konnte ich auch nicht bei allen ausmachen. Manchmal wirkt es etwas androgyner, manchmal aber auch das nicht.
Dann war ich bei Suporn. Er hat mir forehead reduction und rhinoplasty empfohlen, jeweils mit ein paar Kleinigkeiten im OP-Gebiet (Lip-lift, Brow-Lift etc). Chin reduction Jaw reduction optional. Alles in allem ein Preis von über 1 Mio Baht, das sind zur Zeit über 28.000€. Facelift und Fettunterspritzungen sind da noch nicht mit dabei...
Die Beratung fand ich deutlich besser als in Gent. Ergebnisse, die ich gesehen habe, waren alle gut, aber nicht spektakulär.
Der Rest ging dann nur per Mail. In Chonburi haben wir eine Frau kennengelernt, die bei Dr. Cardenas in Mexiko (Guadaljara) war. Die sah richtig gut aus. Er bietet komplette Pakete an, die sehr günstig sind.
Ich habe Fotos hingeschickt, herauskam ebenfalls eine Full-FFS. Preis: 20.900 Dollar. Das sind ca. 16.000 €. Eine ganz andere Größenordnung wie bei Suporn, vor allem mit Facelift.
Allen drei Angeboten ist gemeinsam, dass hier der Augenbrauenknochen reduziert wird, in Gent wird auch ein Teil des Knochens entfernt und tiefer liegend wieder eingesetzt.
Das letzte Angebot habe ich von DiMaggio in Buenos Aires eingeholt. Auch hier habe ich einige in Thailand getroffen, die ebenfalls dort waren. Christine in Luxemburg kannte ich vorher schon. Die Ergebnisse sind allesamt hervorragend. Die Charakteristik des eigenen Gesichts bleibt im Grundsatz erhalten, es ist eine deutliche Feminisierung feststellbar. Auch DiMaggio hat mir eine Full-FFS empfohlen. Ganz deutlich hat er darauf hingewiesen, dass bei mir eine Reconstruktion der Stirn notwendig ist, damit der notwenige Effekt auch wirklich eintritt. Von vorne sieht man es nicht so, aber im Profil habe ich eine sehr stark fliehende Stirn - das ist in der Tat ein sehr maskulines Merkmal, genauso wie die viel zu große Nase.
Er hat mir auch 2 Varianten angeboten: Eine mit 2 OPs, bei der zweiten findet Face- und Neck lift statt. Das macht m.E. auch Sinn, weil bei den anderen Eingriffen doch starke Schwellungen entstehen. In einer zweiten OP kann dann das Endergebnis viel besser dosiert werden, ist aber mit zusätzlichen Reise- und Unterkunftskosten verbunden. In Gent fällt das nicht so ins Gewicht, aber Argentinien.... das ist schon aufwändiger!
Der Preis für die erste OP ist 21.000$, für die zweite 7.000$ (= 16.000€ bzw. 5.300€, zusammen rund 21.000€). Die Variante alles bei einem Aufenthalt zu machen liegt bei 28.500$=21.500€. Dafür muss man aber 23 Tage dort bleiben statt 16, es gibt auch dann zwei OPs.
Fazit: Das mit weitem Abstand günstigste Angebot ist das von Cardenas in Mexiko, vor allem ist dort die Unterkunft schon mit dabei.
Bart von de Ven und Dimaggio halten sich die Waage, auch wenn sich die Leistungen im Detail unterscheiden. Mit weitem Abstand am teuersten ist Suporn. Warum weiß ich nicht. Bei ihm ist es nur ein OP-Tag, selbst wenn der dann besonders lang ist. Aber der 2 1/2-fache Preis einer SRS - ich weiß nicht. Und der Experte für FFS ist er ja nicht unbedingt, das bietet er ja nur so nebenbei an.
Eine Entscheidung habe ich noch nicht getroffen, noch nicht einmal, ob ich überhaupt irgendwas machen lasse. Einen Antrag bei der KK werde ich auf jeden Fall für die OPs bei Bart van de Ven stellen, auch wenn die Chancen da was durch zu bekommen eher gegen Null tendieren. Würden die aber etwas zusagen hätte ich mit meiner Zusatzversicherung wieder ganz gute Karten für einen Zuschuss, auch wenn es nicht Gent würde. Aber man weiß ja nie...
Und jetzt noch mal alles in der Übersicht:
| Procedur | van de Ven | Suporn | Cardenas | DiMaggio |
|---|---|---|---|---|
| Forehead contouring | x | x | x | x |
| Brow lift | x | x | x | |
| Cheek implants | x | |||
| Upper and lower blepharoplasty | x (lower) | x (upper) | x | |
| Feminizing rhinoplasty | x | x | x | x |
| Upper lip lift | x | x | x | x |
| Jaw feminization | x | x | x | x |
| Chin narrowing | x | x | x | x |
| Face lift | x (lower) | x (lower) | x | |
| Neck lift | x | |||
| Fat infusion | x | x | ||
| Adam’s apple reduction | x | x | x | x |
| Transfers | x | x | x | |
| Krankenhaus | x | x | x | x |
| Unterkunft | x | |||
| Gesamtpreis | 22.700,00 € | 28.000,00 € | 16.000,00 € | 21.000,00 € |
Sonntag, 12. Mai 2013
3 Monate postOP: Was weiter passiert ist
Nun ist die GaOP schon drei Monate her, gefühlt eine Ewigkeit. Der letzte Rückblick auch schon mehr als einen Monat. Ich hätte nicht gedacht, welche Entwicklungen noch nach dem letzten Rückblick möglich sind. Aber die sind da.
Zum einen sind die ganzen Nekrosen inzwischen restlos verschwunden. Zuerst haben sich die großflächigen gelöst, zum Schluss auch noch die kleineren Versteckten. Ich habe heute Fotos von Thailand sortiert, da gab es auch eins von der Abschlussuntersuchung. Wahnsinn, der Unterschied. Und selbst da war ja schon ganz viel durch den Revisionseingriff entfernt worden.
Die Fäden, die mich vor Monatsfrist noch gepiesackt haben beginnen nun sich aufzulösen. .Die meisten Knoten und Enden sind schon abgefallen. Ich habe das gar nicht bewußt wahrgenommen. Anders als die schwarzen Fäden, die man in kleinen Teilen in der Binde findet, fallen die nylonartigen Fäden (sieht nur so aus) nicht auf. Aber da ist schon ganz viel weg. Denen weine ich nicht nach. Im Moment gibt es jetzt noch kurze Stummel direkt auf der Haut, ich denke die werden in den nächsten Tagen auch noch verschwinden.
Schmerzen habe ich nach wie vor überschaubar viel. Es gibt aber weiterhin ein ungemütliches Gefühl. Dazu trägt sicher auch der ständige Gebrauch von Binden bei, dazu habe ich ja kürzlich was geschrieben. Es ist halt noch lange nicht normal...
Zum Dilaten habe ich ja schon eine ganze Menge geschrieben. Hier scheint es so zu sein, dass mir das wirklich sehr wenig schwer fällt. Oder ich bin in der Lage mich mehr zu quälen als andere das sind - ich will das nicht ausschließen. Meine "difficult period", in der das Dilaten am Schwersten fällt, hat sich bei mir auf eine einzige Woche beschränkt. Ich brauchte in dieser Zeit statt der üblichen 30 Minuten nunmehr 35 - eine überaus übersichtliche Steigerung. Dann wurde es schnell wieder einfacher. Vor 14 Tagen habe ich regelmäßig weniger als 25 Minuten gebraucht, auch wenn die Zeit nach dem letzten dilaten mal deutlich länger als 8 Stunden war. Ich habe dann den Entschluss gefasst ab Mai nun noch zwei mal täglich zu dilaten. Denn irgendwie ist das schon anstrengend und belastet ja auch.
Von anderen weiß ich, dass das sehr unterschiedlich ist. Manchen geht es wie mir, andere brauchen viel mehr Zeit. Und wiederum andere können auch nach vielen Monaten gar nicht von Anfang an mit dem dicken Dilator dehnen, sondern benötigen erst noch einen mit kleinerem Durchmesser.
Inzwischen pendelt sich das wieder so um die 35 Minuten ein, wenn der zeitliche Abstand bis zu 15 Stunden beträgt, ansonsten komme ich weiterhin mit einer halben Stunde aus. Der Vorteil jetzt ist, dass ich abends noch in Ruhe was unternehmen kann. Das ist ein Nachteil, wenn ich nachmittags etwas vor habe, denn dann kann es auch deutlich mehr als 12 Stunden werden.
Solange es keine Anhaltspunkte für schwindende Tiefe gibt habe ich erst mal etwas mehr Zeit am Tag für mich. Z.B. um hier im Blog zu schreiben.
Apropos schwindende Tiefe. Direkt nach der GaOP hatte ich eine gemessene Tiefe von 18cm. Bei geradezu exorbitanten Schwellungen. Die 18 habe ich jetzt auch, aber mit dem großen Dilator. Gestern habe ich mal nachgemessen: Mit dem mittleren sind es knapp 19cm. Und das bei deutlich weniger Schwellungen. Also habe ich in den vergangenen Monaten sogar noch ein wenig an Tiefe gewonnen. Ausreichend ist das allemal.
Darf dilaten auch Spaß machen? Ich habe das eigentlich ganz gut so in meinen Tagesablauf eingeplant, dass es mir durchaus Spaß macht, wobei mit Spaß nicht sexuelle Erregung gemeint ist. Sondern einfach Zeit für sich um sich zurückzuziehen... Andere waren entsetzt als sie das hörten, weil es für sie eher eine Belastung darstellt. Das ist individuell doch sehr verschieden.
Apropos sexuelle Erregung. Die habe ich jetzt ein paar mal beim dilaten auch gehabt. Nicht bewußt herbeigeführt, ich darf ja noch nicht (jetzt, nach drei Monaten, schon, aber vorsichtig). Aber es kam einfach. Und es war ein Gefühl - wenn ich es gewollte hätte wäre ich auch zu einem Orgasmus gekommen. Ich habe mich dann aber bewußt wieder zurückgenommen, ich hätte dafür einfach noch härter "umrühren" müssen. Später habe ich dann mal ein wenig gespielt - Gefühl ist also auf jeden Fall vorhanden. Ich freue mich wenn das noch weiter verheilt ist. Die wirklich empfindlichen Stellen, in doppelten Sinn, werden doch noch recht schnell wund oder sind es noch ständig. Allzuviel reiben möchte ich da nicht. Es steigert aber die Vorfreude...
Es stellen sich aber auch weniger schöne Dinge ein, zu finden im Post-OP-Care unter "Komplikationen". Am eigentlichen Scheideneingang bilden sich nun doch einige Granulationen und mit ihnen auch kleine wunde Stellen, aus denen es vor allem nach dem Dilaten geringfügig blutet. Kein Wunder, die Stelle ist durch das Dilaten ja besonders beansprucht. Auch das ist ein Argument für den vorzeitigen Wechsel zum Wechsel auf zweimal täglich. Lt. Anleitung (Post-OP-Care) heilen die meisten Granulation von selbst in längstens 6 Monaten. Also gilt es auch hier abzuwarten und es besteht erst mal kein Grund zur Sorge.
Mit dem Heilungserfolg kann ich also mehr als zufrieden sein. Und das bin ich auch.
Zum einen sind die ganzen Nekrosen inzwischen restlos verschwunden. Zuerst haben sich die großflächigen gelöst, zum Schluss auch noch die kleineren Versteckten. Ich habe heute Fotos von Thailand sortiert, da gab es auch eins von der Abschlussuntersuchung. Wahnsinn, der Unterschied. Und selbst da war ja schon ganz viel durch den Revisionseingriff entfernt worden.
Die Fäden, die mich vor Monatsfrist noch gepiesackt haben beginnen nun sich aufzulösen. .Die meisten Knoten und Enden sind schon abgefallen. Ich habe das gar nicht bewußt wahrgenommen. Anders als die schwarzen Fäden, die man in kleinen Teilen in der Binde findet, fallen die nylonartigen Fäden (sieht nur so aus) nicht auf. Aber da ist schon ganz viel weg. Denen weine ich nicht nach. Im Moment gibt es jetzt noch kurze Stummel direkt auf der Haut, ich denke die werden in den nächsten Tagen auch noch verschwinden.
Schmerzen habe ich nach wie vor überschaubar viel. Es gibt aber weiterhin ein ungemütliches Gefühl. Dazu trägt sicher auch der ständige Gebrauch von Binden bei, dazu habe ich ja kürzlich was geschrieben. Es ist halt noch lange nicht normal...
Zum Dilaten habe ich ja schon eine ganze Menge geschrieben. Hier scheint es so zu sein, dass mir das wirklich sehr wenig schwer fällt. Oder ich bin in der Lage mich mehr zu quälen als andere das sind - ich will das nicht ausschließen. Meine "difficult period", in der das Dilaten am Schwersten fällt, hat sich bei mir auf eine einzige Woche beschränkt. Ich brauchte in dieser Zeit statt der üblichen 30 Minuten nunmehr 35 - eine überaus übersichtliche Steigerung. Dann wurde es schnell wieder einfacher. Vor 14 Tagen habe ich regelmäßig weniger als 25 Minuten gebraucht, auch wenn die Zeit nach dem letzten dilaten mal deutlich länger als 8 Stunden war. Ich habe dann den Entschluss gefasst ab Mai nun noch zwei mal täglich zu dilaten. Denn irgendwie ist das schon anstrengend und belastet ja auch.
Von anderen weiß ich, dass das sehr unterschiedlich ist. Manchen geht es wie mir, andere brauchen viel mehr Zeit. Und wiederum andere können auch nach vielen Monaten gar nicht von Anfang an mit dem dicken Dilator dehnen, sondern benötigen erst noch einen mit kleinerem Durchmesser.
Inzwischen pendelt sich das wieder so um die 35 Minuten ein, wenn der zeitliche Abstand bis zu 15 Stunden beträgt, ansonsten komme ich weiterhin mit einer halben Stunde aus. Der Vorteil jetzt ist, dass ich abends noch in Ruhe was unternehmen kann. Das ist ein Nachteil, wenn ich nachmittags etwas vor habe, denn dann kann es auch deutlich mehr als 12 Stunden werden.
Solange es keine Anhaltspunkte für schwindende Tiefe gibt habe ich erst mal etwas mehr Zeit am Tag für mich. Z.B. um hier im Blog zu schreiben.
Apropos schwindende Tiefe. Direkt nach der GaOP hatte ich eine gemessene Tiefe von 18cm. Bei geradezu exorbitanten Schwellungen. Die 18 habe ich jetzt auch, aber mit dem großen Dilator. Gestern habe ich mal nachgemessen: Mit dem mittleren sind es knapp 19cm. Und das bei deutlich weniger Schwellungen. Also habe ich in den vergangenen Monaten sogar noch ein wenig an Tiefe gewonnen. Ausreichend ist das allemal.
Darf dilaten auch Spaß machen? Ich habe das eigentlich ganz gut so in meinen Tagesablauf eingeplant, dass es mir durchaus Spaß macht, wobei mit Spaß nicht sexuelle Erregung gemeint ist. Sondern einfach Zeit für sich um sich zurückzuziehen... Andere waren entsetzt als sie das hörten, weil es für sie eher eine Belastung darstellt. Das ist individuell doch sehr verschieden.
Apropos sexuelle Erregung. Die habe ich jetzt ein paar mal beim dilaten auch gehabt. Nicht bewußt herbeigeführt, ich darf ja noch nicht (jetzt, nach drei Monaten, schon, aber vorsichtig). Aber es kam einfach. Und es war ein Gefühl - wenn ich es gewollte hätte wäre ich auch zu einem Orgasmus gekommen. Ich habe mich dann aber bewußt wieder zurückgenommen, ich hätte dafür einfach noch härter "umrühren" müssen. Später habe ich dann mal ein wenig gespielt - Gefühl ist also auf jeden Fall vorhanden. Ich freue mich wenn das noch weiter verheilt ist. Die wirklich empfindlichen Stellen, in doppelten Sinn, werden doch noch recht schnell wund oder sind es noch ständig. Allzuviel reiben möchte ich da nicht. Es steigert aber die Vorfreude...
Es stellen sich aber auch weniger schöne Dinge ein, zu finden im Post-OP-Care unter "Komplikationen". Am eigentlichen Scheideneingang bilden sich nun doch einige Granulationen und mit ihnen auch kleine wunde Stellen, aus denen es vor allem nach dem Dilaten geringfügig blutet. Kein Wunder, die Stelle ist durch das Dilaten ja besonders beansprucht. Auch das ist ein Argument für den vorzeitigen Wechsel zum Wechsel auf zweimal täglich. Lt. Anleitung (Post-OP-Care) heilen die meisten Granulation von selbst in längstens 6 Monaten. Also gilt es auch hier abzuwarten und es besteht erst mal kein Grund zur Sorge.
Mit dem Heilungserfolg kann ich also mehr als zufrieden sein. Und das bin ich auch.
Mittwoch, 8. Mai 2013
Ein Wort zu Einmal-Unterlagen, Gleitgel, Binden...
Schon in Thailand hatte mich die Frage, wie ich eigentlich die ganzen Verbrauchsmaterialen bezahlen soll beschäftigt.
Da waren zunächst einmal die Einmal-Unterlagen. In Thailand wird man erst mal von der Supornclinic eingedeckt, ein oder zwei Pakete kann man da im Supermarkt problemlos nachkaufen. Hier in Deutschland ist das aber kein Allerweltsartikel. In der Drogerie gibt es nur Wickelunterlagen, die Supermärkte führen das in der Regel gar nicht. Apotheke? Wahnsinnig teuer. Sanitätshäuser? Auch nicht viel billiger. Bleibt das Internet. Das sind dann Riesenpakete...
Ich bin recht schnell auf alte Handtücher umgestiegen. Da hatten wir noch eine ganze Menge ungenutzt im Schrank liegen. Und jetzt weiß ich auch wofür.
Viel Geld lässt sich damit wahrscheinlich nicht sparen, denn die Handtücher müssen ja auch gewaschen werden. Aber zumindest ist es praktischer und die Mülltonne ist auch nicht überfüllt. Wir waren ja froh dass letztes Jahr endlich das letzte Kind trocken geworden ist und keine Windeln mehr brauchte....
Der nächste Kostenpunkt: Gleitgel. Ich war ja völlig ahnungslos was die Preise dafür angeht! Von den von Dr. Suporn empfohlenen Gleitgels kostet eine Tube bei uns regulär 9,95€. Für 50g! Das reicht für 4-5 mal Dilating, wenn man sehr sparsam ist, vielleicht für 6 mal. Also bestenfalls 1,50 für jedes mal Dilaten, das macht ja schon keinen Spaß mehr wenn man das hier aufschreibt. Man kann das ja mal ausrechnen: 2 Monate 3 mal täglich dilaten = 60mal (In Thailand gibt's das ja von der Clinic). 3 Monate á 2 mal täglich rund 90 mal. Und ein weiteres halbes Jahr sind noch mal 180 Sessions. Macht zusammen 330 mal und damit sind 445,-€ futsch. Das Geld wollte ich wahrlich nicht ausgeben.
Also: Mit der Empfehlung von Dr. Suporn wird man arm (wenn man es nach der Thailand-Reise nicht schon ist). Ich habe dann ein Billig-Gleitgel von dm ausprobiert. Das kostet etwa ein Viertel. Nennt sich chaps Gel und hat bei Öko-Test mit sehr gut abgeschnitten. Es ist sehr viel flüssiger als das Gleitgel von Dr. Suporn. benetzt aber gut. Es fühlt sich anfangs auch etwas anders an.
Zuletzt bin ich auf Aqua-Glide gestoßen. Das ist ein medizinisches Gleitgel, ebenfalls von Öko-Test mit sehr gut bewertet. Ich habe in Internet für einen Liter 24,50€ für einen Liter bezahlt. Es ist ähnlich flüssig wie das von dm. Die Literflasche hat einen praktischen Spender zum Drücken - eigentlich gar nicht schlecht. Allerdings war am Anfang das Gel etwas grisselig, das fand ich weniger gut. Auch hat es den Dilator nicht so gut benetzt. Die zweite Flasche, die ich gleich mitbestellt hatte habe ich daraufhin unbenutzt wieder zurückgeschickt, die angebrochene habe ich aber erst mal weiter benutzt. Der Grissel ist dann nach ein paar Tagen verschwunden, die Benetzung ist besser geworden, aber nicht so gut wie bei den beiden anderen.
Vielleicht war die Charge fehlerhaft - ich weiß es nicht.
Wenn die Flasche leer ist werde ich wohl wieder zum dm-Produkt zurückkehren. Das kostet zwar das Doppelte, aber ich muss ja jetzt auch nicht mehr so häufig dilaten.
Alle Produkte halten bei mir eine komplette Dilating-Session durch, wobei ich nie über 35 min. brauche. Bei dem Suporn-Gel (von dem ich noch einige Tuben mitgebracht hatte) habe ich noch am ehesten den Eindruck, dass es am Ende etwas trocken wird in der Scheide. Spätestens nach einer halben Stunde sollte man also nachschmieren. Bei den beiden anderen ist das nicht so, wer aber deutlich länger braucht sollte es aber gut beobachten. Umrühren ohne Schmierung ist bestimmt nicht so gut - auch nicht nach Monaten.
Der letzte Verbrauchsartikel sind Damenbinden. Die sind nicht wirklich ein großer Kostenfaktor. Es ist jetzt so, dass ich seit beinahe 3 Monaten ohne Unterbrechung solche Binden trage. Bio-Frauen haben es da besser: Nach sieben Tagen ist die Regel in der Regel vorbei :)! Dafür haben die größere Matscherei...
Ich habe, ähnlich wie die anderen Patientinnen von Suporn, unverändert einen hohen Ausfluss. Der ist fast klar und sehr wässrig. Er kommt eindeutig aus der Vagina (der größte Anteil), etwas auch von der Klitoris. Ohne Binden geht es nicht.
Durch das ständige Tragen habe ich richtig wunde Stellen bekommen. Teilweise auf den Schamlippen, aber auch am Beinansatz bis ganz nach hinten, wo die Binden enden. In Thailand hatte ich da gar keine Probleme, in den ersten Wochen hier auch nicht. Aber so auf Dauer...
Meine Lösung im Moment ist: Ich nutze verschiedene Formen und Marken im Wechsel. Von dm die normalen Ultrabinden, ebenfalls von dm die dicken Normalbinden, Von always die Ultra-Nachtbinden und die nicht ganz so langen Ultra-Binden. So im Wechsel geht das besser. Die Binden von always habe ich übrigens mit Flügeln gekauft, das ist gar nicht mal so schlecht. Ansonsten passiert es häufiger vor allem beim vielen Sitzen, dass die Binde in die Popo-Ritze rutscht - eher unangenehm. Vor allem läuft es dann auch schon mal in die Unterhose oder nachts ins Bett.
Wie lange ich die Binden noch brauche? Keine Ahnung. Die eine Freundin sagte mir nur "Das dauert lange", die andere hat nach nunmehr 8 Monaten postOP immer noch Ausfluss, wenn auch nicht mehr so stark. Das Thema wird mich also weiter beschäftigen... und ein paar andere Sorten werde ich bestimmt auch noch ausprobieren.
Anregungen und Erfahrungen sind jederzeit willkommen.
Da waren zunächst einmal die Einmal-Unterlagen. In Thailand wird man erst mal von der Supornclinic eingedeckt, ein oder zwei Pakete kann man da im Supermarkt problemlos nachkaufen. Hier in Deutschland ist das aber kein Allerweltsartikel. In der Drogerie gibt es nur Wickelunterlagen, die Supermärkte führen das in der Regel gar nicht. Apotheke? Wahnsinnig teuer. Sanitätshäuser? Auch nicht viel billiger. Bleibt das Internet. Das sind dann Riesenpakete...
Ich bin recht schnell auf alte Handtücher umgestiegen. Da hatten wir noch eine ganze Menge ungenutzt im Schrank liegen. Und jetzt weiß ich auch wofür.
Viel Geld lässt sich damit wahrscheinlich nicht sparen, denn die Handtücher müssen ja auch gewaschen werden. Aber zumindest ist es praktischer und die Mülltonne ist auch nicht überfüllt. Wir waren ja froh dass letztes Jahr endlich das letzte Kind trocken geworden ist und keine Windeln mehr brauchte....
Der nächste Kostenpunkt: Gleitgel. Ich war ja völlig ahnungslos was die Preise dafür angeht! Von den von Dr. Suporn empfohlenen Gleitgels kostet eine Tube bei uns regulär 9,95€. Für 50g! Das reicht für 4-5 mal Dilating, wenn man sehr sparsam ist, vielleicht für 6 mal. Also bestenfalls 1,50 für jedes mal Dilaten, das macht ja schon keinen Spaß mehr wenn man das hier aufschreibt. Man kann das ja mal ausrechnen: 2 Monate 3 mal täglich dilaten = 60mal (In Thailand gibt's das ja von der Clinic). 3 Monate á 2 mal täglich rund 90 mal. Und ein weiteres halbes Jahr sind noch mal 180 Sessions. Macht zusammen 330 mal und damit sind 445,-€ futsch. Das Geld wollte ich wahrlich nicht ausgeben.
Also: Mit der Empfehlung von Dr. Suporn wird man arm (wenn man es nach der Thailand-Reise nicht schon ist). Ich habe dann ein Billig-Gleitgel von dm ausprobiert. Das kostet etwa ein Viertel. Nennt sich chaps Gel und hat bei Öko-Test mit sehr gut abgeschnitten. Es ist sehr viel flüssiger als das Gleitgel von Dr. Suporn. benetzt aber gut. Es fühlt sich anfangs auch etwas anders an.
Zuletzt bin ich auf Aqua-Glide gestoßen. Das ist ein medizinisches Gleitgel, ebenfalls von Öko-Test mit sehr gut bewertet. Ich habe in Internet für einen Liter 24,50€ für einen Liter bezahlt. Es ist ähnlich flüssig wie das von dm. Die Literflasche hat einen praktischen Spender zum Drücken - eigentlich gar nicht schlecht. Allerdings war am Anfang das Gel etwas grisselig, das fand ich weniger gut. Auch hat es den Dilator nicht so gut benetzt. Die zweite Flasche, die ich gleich mitbestellt hatte habe ich daraufhin unbenutzt wieder zurückgeschickt, die angebrochene habe ich aber erst mal weiter benutzt. Der Grissel ist dann nach ein paar Tagen verschwunden, die Benetzung ist besser geworden, aber nicht so gut wie bei den beiden anderen.
Vielleicht war die Charge fehlerhaft - ich weiß es nicht.
Wenn die Flasche leer ist werde ich wohl wieder zum dm-Produkt zurückkehren. Das kostet zwar das Doppelte, aber ich muss ja jetzt auch nicht mehr so häufig dilaten.
Alle Produkte halten bei mir eine komplette Dilating-Session durch, wobei ich nie über 35 min. brauche. Bei dem Suporn-Gel (von dem ich noch einige Tuben mitgebracht hatte) habe ich noch am ehesten den Eindruck, dass es am Ende etwas trocken wird in der Scheide. Spätestens nach einer halben Stunde sollte man also nachschmieren. Bei den beiden anderen ist das nicht so, wer aber deutlich länger braucht sollte es aber gut beobachten. Umrühren ohne Schmierung ist bestimmt nicht so gut - auch nicht nach Monaten.
Der letzte Verbrauchsartikel sind Damenbinden. Die sind nicht wirklich ein großer Kostenfaktor. Es ist jetzt so, dass ich seit beinahe 3 Monaten ohne Unterbrechung solche Binden trage. Bio-Frauen haben es da besser: Nach sieben Tagen ist die Regel in der Regel vorbei :)! Dafür haben die größere Matscherei...
Ich habe, ähnlich wie die anderen Patientinnen von Suporn, unverändert einen hohen Ausfluss. Der ist fast klar und sehr wässrig. Er kommt eindeutig aus der Vagina (der größte Anteil), etwas auch von der Klitoris. Ohne Binden geht es nicht.
Durch das ständige Tragen habe ich richtig wunde Stellen bekommen. Teilweise auf den Schamlippen, aber auch am Beinansatz bis ganz nach hinten, wo die Binden enden. In Thailand hatte ich da gar keine Probleme, in den ersten Wochen hier auch nicht. Aber so auf Dauer...
Meine Lösung im Moment ist: Ich nutze verschiedene Formen und Marken im Wechsel. Von dm die normalen Ultrabinden, ebenfalls von dm die dicken Normalbinden, Von always die Ultra-Nachtbinden und die nicht ganz so langen Ultra-Binden. So im Wechsel geht das besser. Die Binden von always habe ich übrigens mit Flügeln gekauft, das ist gar nicht mal so schlecht. Ansonsten passiert es häufiger vor allem beim vielen Sitzen, dass die Binde in die Popo-Ritze rutscht - eher unangenehm. Vor allem läuft es dann auch schon mal in die Unterhose oder nachts ins Bett.
Wie lange ich die Binden noch brauche? Keine Ahnung. Die eine Freundin sagte mir nur "Das dauert lange", die andere hat nach nunmehr 8 Monaten postOP immer noch Ausfluss, wenn auch nicht mehr so stark. Das Thema wird mich also weiter beschäftigen... und ein paar andere Sorten werde ich bestimmt auch noch ausprobieren.
Anregungen und Erfahrungen sind jederzeit willkommen.
Samstag, 6. April 2013
Die Bedeutung der GaOP für mich
In einem der letzten Postings wurde ich gefragt, was denn
überhaupt im Rückblick für mich die GaOP bedeutet. Ich habe es noch
einmal nachgelesen, an der ein oder anderen
Stelle im Blog habe ich vielleicht einzelne Aspekte angedeutet, das
aber nicht wirklich reflektiert. Das möchte ich heute nachholen
Anfangen möchte ich mit einer negativen Abgrenzung: Von vielen
anderen Betroffenen weiß ich, dass sie nach der GaOP jubeln: Endlich
Frau! Ich glaube auch, dass viele Begegnungen
der letzten Wochen, persönlich oder auch über das Internet, implizit ein
solches Fühlen bei mir vorausgesetzt haben. Aber: So empfinde ich es jedenfalls
nicht. Mein Frau-Sein existiert unabhängig von meinem Genital: Unbewusst
immer schon – das Thema hat mich seit meiner
Jugend immer wieder in unterschiedlichsten Zusammenhängen beschäftigt.
Bewusst seit ein paar Jahren, insbesondere natürlich nach meinem Outing
und meinem vollständigen Wechsel vor 1½ Jahren. Nein, mein Frau-Sein ist
eine innere Gewissheit, die ganz unabhängig
von der GaOP einfach da ist. Und die ich (endlich!) in den letzten 1½
auch ausleben durfte. Diese Gewissheit fühle ich als nicht teilbar oder
vermehrbar, so bin ich mir meinem Frau-Sein auch mit Vagina nicht
bewusster als vorher.
Und noch etwas sei angemerkt: Gerade jetzt, wenige Wochen nach der GaOP, fühlt
es sich zwischen den Beinen „voller“ an als vorher. Das ist wohl erst
einmal damit zu erklären, dass auch
7 Wochen nach der OP der ganze Bereich immer noch ziemlich geschwollen
ist, zum anderen, weil aus der Haut des Penis ja jetzt die Innenseite
der großen und die kleinen Labien gebildet wurden. Hält man die Beine
geschlossen wird leichter Druck von außen ausgeübt,
durch den „Umbau“ fühlt sich das dann zeitweise ein wenig „eingeengt“
an. Hinzu kommen zeitweise leichte Wundschmerzen - es ist auch noch lange nicht alles völlig abgeheilt.
Und so ist das ein erst mal ein gar nicht so normales (weibliches) Gefühl. Bis das Gefühl als
neues Körpergefühl unauffällig normal ist wird es wohl noch ein paar
Monate dauern. Dazu muss die Wundheilung erst mal
abgeschlossen sein und die Schwellungen ganz raus sein.
Vor der GaOP habe ich sowohl in meinem Antrag bei der
Krankenkasse als auch in Gesprächen mit meinem Therapeuten eher
intrinsische Gründe, also welche, die in mir selbst
liegen, angeführt. Ich habe ein gefühltes Selbstbild von mir – schon
immer gehabt. Gerade auch in Bezug auf das geschlechtlich Erleben habe ich
mich immer schon als Frau gefühlt, das war mir auch sehr bewusst. Und dieses
innere Bild von mir, das Kopfkino, ist für mich
das wirklich Entscheidende. Beim Blick in den Spiegel, sowohl
sinnbildlich als auch real, stößt dieses innere Bild auf eine ganz
andere Realität. Da ist etwas an mir, was da nicht hingehört und von mir auch anders
empfunden wird. Diese gefühlte Differenz zwischen dem inneren
Selbstbild und der äußeren Erscheinung war die Triebfeder für meine
Entscheidung, die GaOP durchführen zu lassen. Ich wollte mich in meiner
eigenen inneren geschlechtlichen Wahrnehmung nicht mehr der dieser
Zerrissenheit aussetzen.
Nun, einige Wochen nach der OP kann ich sagen, dass dies in
Hinblick auf die GaOP auch gelungen ist. Wenn ich mich bei der Nachsorge
anfasse (andere Spielereien sind ja
noch nicht erlaubt!) dann ist alles da, wo es auch hingehört. Und auch
beim Blick in den Spiegel (der für mich immer auch sinnbildlich für das
innere Empfinden ist) ist alles so, wie ich es auch für mich empfinde.
Da bin ich jetzt eins mit mir.
Das ist für mich die tiefste Bedeutung der GaOP. Alle anderen Gründe (Schwimmbad, Sauna etc.) sind dagegen eher nebensächlich, wenngleich auch vorhanden.
Aber eins ist mir auch klar: Das wird nicht meine letzte OP
sein. Genauso wichtig wie die GaOP ist für mich der Brustaufbau. Leider
hat da bei mir die Hormontherapie kaum
etwas bewirkt. Nach mehr als anderthalb Jahren HRT bin ich von von irgendeiner
Körbchengröße noch meilenweit entfernt – da habe ich auch keine
wirkliche Hoffnung mehr, dass ich sich das grundsätzlich ändert. Also
wird es wohl Ende des Jahres noch einen Brustaufbau
geben… Ein weiterer Baustein zum eins werden mit mir selbst.
Das Dritte ist das Gesicht. Ungeschminkt und mit verdeckten
Haaren ist das immer noch ein ganz klar männliches Gesicht. Auch mit
Makeup und einer schönen Frisur ändert
sich das auch nur auf eine gewisse Entfernung. Eine FFS ist aber das,
was am wohl am Schwierigsten durchzusetzen sein wird. Umgekehrt ist es
aber auch genau das, womit ich mich tatsächlich ständig in der
Öffentlichkeit bewege. Unter meinen Rock schaut normalerweise
niemand, in der Wahrnehmung anderer macht eine GaOP im normalen Alltag
keinen Unterschied. Das Gleiche gilt für die Brust: Ob ich nun eine
Prothese anziehe oder ein Implantat trage: Nach außen ist das erst mal
gleich. Natürlich mit Einschränkungen: Schwimmen,
Strand, Sauna etc. sind aber nicht der normale Alltag.
In jeder Begegnung zeige ich aber mein Gesicht. Und ich werde
damit auch von anderen unmittelbar wahrgenommen. Leider immer wieder als
Mann, nicht als Frau. Die Reaktionen
auf der Straße sind da eindeutig. Es ist nur eine kleinere Anzahl von
Menschen, die das bemerken und dann tuscheln oder lachen – aber das tut
dann schon besonders weh. Ob ich diesen dritten Schritt je realisieren
kann? Ich weiß es nicht, vielleicht muss es
ein Traum bleiben…
Eine Freundin hat mal gesagt: Die GaOP ist die
geschlechtsangleichende Operation für das eigene Selbst. Die FFS ist die
geschlechtsangleichende Operation für das soziale
Umfeld. Und für mich selbst, würde ich ergänzen. Und auch die Reaktionen
des sozialen Umfelds haben ja auch wieder Einfluss auf mich selbst. Und
sie führen mir die Differenz zwischen
dem inneren Ich und der äußeren Wahrnehmung immer wieder schmerzlich
vor Augen.
Ganz wird sich diese Differenz auch nicht schließen lassen. Mit der erfolgten GaOP und dem noch folgenden Brustaufbau sind aber ganz wesentliche Schritte getan, um diese innere Differenz auf ein für mich erträgliches Niveau zu beschränken.
Mittwoch, 3. April 2013
Back to work
Urlaub vor dem Abflug und die Osterfeiertage mitgerechtet habe ich am Osterdienstag nach knapp 8 Wochen wieder meine Arbeit aufgenommen. Das ist die mit weitem Abstand längste Zeit, die ich je arbeitsunfähig gewesen bin.
Nicht nur eine meiner Mitarbeiterinnen sagte mir, dass ich erstaunlicherweise erholt aussähe, damit hätten sie gar nicht gerechnet. Ich habe es anderer Stelle auch schon geschrieben: Damit hätte ich auch nicht gerechnet. Aber es ist tatsächlich so. Bei allen Einschränkungen, die als Folge der GaOP erst mal zu verkraften sind, habe ich mich wirklich erholt. Noch vor einem halben Jahr habe ich mit meinem Therapeuten darüber gesprochen, dass es sicher sinnvoll wäre, im Rahmen einer Kur oder medizinischen Maßnahme einfach mal aus allem raus zu sein. Und ich habe die Notwendigkeit auch gesehen, mich aber vor einer weiteren geplanten Fehlzeit gedrückt. In Gedanken kam das auch im Jahr 2013 nicht vor. Nun hatte ich in den 4 ½ Wochen in Thailand all das: Raus aus der Arbeit und auch raus aus den Verpflichtungen der Familie. Natürlich gab es in Thailand keine Anwendungen, wie sie in einer Kur durchgeführt würden. Obwohl, wenn ich da in der zweiten Hälfte so an meine Fussmassagen denke…
Die GaOP hatte mich vor allem körperlich beeinträchtigt. Die OP selbst mit der doch langen Narkose, die hohe Medikation mit Schmerzmitteln, die 5 Tage strenge Bettruhe, 2 weitere Tage mit wenig Aufstehen, all das wirft einen körperlich erst mal ziemlich zurück. Ich habe es aber geschafft (und das wird wohl auch aus den Postings der Krankenhauswoche deutlich), mich mental sehr gut zu fühlen. Die gesamte Situation habe ich Stunde für Stunde genossen, so schräg sich das auch anhört. Ich denke, dass hat einen wesentlichen Einfluss darauf, dass ich nunmehr tatsächlich umfassend erholt bin. Und auch die körperliche Heilung verlief dann dementsprechend schnell.
In die Arbeit selbst bin ich schnell wieder rein gekommen. Es gibt ja nicht wirklich umfassend Neues hier. Die Arbeit mache ich seit nunmehr knapp 13 Jahren – da holen einen 8 Wochen Abwesenheit nicht wirklich raus. Aber ich freue mich Stück für Stück wieder die grundsätzlichen Dinge aufzunehmen, die jetzt erst mal geruht haben.
Merken tue ich die Belastung schon. Mit Fahrzeit bin ich knapp 11 Stunden unterwegs. Die Arbeitstage sind sehr lang, ich bin um 4:30 aufgestanden und gegen 21:30 Uhr wieder ins Bett gegangen. Und viel Lücke für mich ist da nicht mehr. Morgens und mittags jeweils dilaten, das dauert jetzt auch mit allem drum und dran eine knappe Stunde. Es bleibt morgens eine halbe Stunde fürs Frühstück mit Zeitung, abends 1 ½ Stunden für Familie und sonstige Kontaktpflege. Das war’s. Und das wird sich in den nächsten 5 Monaten auch nicht grundlegend ändern. Ab nächste Woche kommen noch die Kinder dazu, die wieder in die Schule und den Kindergarten gehen, dann werde ich wohl noch eine halbe Stunde eher aufstehen müssen. Ich hoffe nur, dass ich mir viel von meiner Ausgeglichenheit und Erholung über diese Zeit erhalten kann. So schnell wird es 4 ½ Wochen Thailand nicht mehr geben… Und auf eine Kur habe ich nicht wirklich Lust.
Mittwoch, 27. März 2013
6 Wochen post OP: Eine kleine Zwischenbilanz
Vor nunmehr 2 Wochen bin ich aus Chonburi wieder zurück in Deutschland - es scheint mir schon wie eine Ewigkeit. Die GaOP selbst ist auch schon - oder erst! - 6 Wochen her. Das ist noch viel weiter weg, obwohl ich ja an die Folgen jeden Tag und ständig erinnert werde... Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.
Das Einleben zu Hause ging, wie schon geschrieben, sehr schnell. Es mag sein, dass die besonderen Umstände meiner Rückkehr hier förderlich waren (fehlender Jet-Lag), wahrscheinlich ist es aber so wie bei jedem längeren Urlaub: Der Alltag hat einen schnell wieder. Ich komme ja nirgendwo fremd hin, ich bin hier seit über 15 Jahren zu Hause. So richtig Alltag ist natürlich auch noch nicht: Ich bin noch bis Gründonnerstag krank geschrieben und werde am Osterdienstag wieder arbeiten gehen. Dann sind noch eine Woche Ferien (da brauche ich die Kinder nirgendwo hinzubringen), und erst dann beginnt der wirkliche Alltag mit seinen ganz normalen Anforderungen.
Medizinisch gibt es nur wenig zu berichten. Die Heilung schreitet jeden Tag ein wenig weiter vorran, das merke ich z.B. daran, dass das Wundsekret weniger geworden ist. Es ist aber keineswegs verschwunden, genauso wie die wunden Stellen oder die oberflächlichen Nekrosen. Über das Wochenende gab es eine Phase, in der die Schmerzen ein wenig mehr wurden. Aus den gelegentlichen "Nadelstichen" wurde dann ein kontinuierlicher leicht brennender Schmerz, nicht besonders stark. Normalerweise könnte das ein Anzeichen für eine Entzündung sein. Beim Wasserlassen gab es aber keine Veränderung, insbesondere wurde es nicht schlimmer, so das ein Harnwegsinfekt (der durchaus vorkommen kann) erst mal ausschied. Inzwischen ist es auch wieder ganz normal und schmerzfrei.
Zeitweise kann ich jetzt auch ohne Sitzkissen ganz gut sitzen, je nach Untergrund. Beim Autofahren ist es ohne Kissen auf längeren Strecken sogar etwas angenehmer, weil ich durch die Ruckelei und das Bewegen immer in das "Sitzloch" rutsche, was einen unangenehmen Zug auf das Gewebe ausübt. In ein oder zwei Wochen werde ich mein liebgewonnenes "Pillow" dann vielleicht nur noch auf wirklich harten Untergründen brauchen - und dann wahrscheinlich nicht mehr immer dabei haben!
Das Dilaten macht mir im Moment überhaupt nichts aus. Es ist zwar manchmal lästig in der Mittagszeit immer wieder nach Hause zu müssen. Andere Aktionen gehen auch gar nicht: Der geplante Besuch mit unseren Kindern im Mathematikum in Gießen am kommenden Samstag fällt aus, weil wir dann den ganzen Tag unterwegs wären. Dilaten müsste zwangsläufig einmal ausfallen, das möchte ich im Moment nicht.
Inzwischen dilate ich nur noch mit der Größe L. Das Einführen ist zwar etwas schwieriger als mit Größe M und beim Überwinden des Abdominalmuskels auch etwas schmerzhaft und unangenehm. Es dauert aber nicht länger als erst mit M auf die volle Tiefe zu dehnen und anschließend das "Full Qualified Dilating" mit der Größe L durchzuführen. Die volle Tiefe erreiche ich nach 5 bis 10 Minuten. Dabei ist es fast egal, ob das letzte Dilating sechs oder auch mal neun Stunden her ist. Das finde ich gut, weil es mir ein wenig mehr Flexibilität gibt, vor allem wenn ich nächste Woche auch wieder anfange zu arbeiten. Sollte das so bleiben (die stärksten Narben-Kontrakturen kommen ja erst im zweiten und dritten Monat) entlastet das etwas meinen Tagesrhythmus ab Mitte Mai, wenn ich nur noch zwei mal täglich dilaten muss. Das wäre mir natürlich sehr recht. Es kann aber auch anders kommen und bei anderen Patientinnen ist das auch anders, da macht sich jede Stunde bemerkbar und für das Erreichen der vollen Tiefen brauchen sie auch mehr Zeit.
Das "Umrühren" fühlt sich übrigens gegen Ende des Dilatens richtig schön "weich" an. Die Tiefe (mit Dilator L) ist unverändert bei 17cm, inzwischen vielleicht sogar ein wenig mehr. Ausreichend ist es auf jeden Fall.
Es gibt für mich aber auch ganz andere sehr erfreuliche Entwicklungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Ich hatte erwartet, dass mich das ständige Dilaten ziemlich in Anspruch nehmen würde und eher eine Belastung ist. Tatsächlich geht es mir sehr leicht von der Hand. Im Moment fühle ich mich gar nicht belastet, im Gegenteil, es geht mir besser und ich bin ausgeglichener wie in den ganzen vergangenen Jahren. Noch Anfang des Jahres habe ich damit gerechnet, dass ich, wenn ich die ganze Nachsorge hinter mir habe, sicher irgendwann einmal in Kur fahren muss, um mich von dem ganzen Stress zu befreien. Es gab ja keine Nacht, in der ich mal durchgeschlafen hätte, zeitweise war ich dann auch richtig angespannt und kratzbürstig. Von Anspannung gibt es im Moment keine Spur. Und ich schlafe jede Nacht durch - das ist ja so erholsam! Ich weiß, dass es auch wieder andere Zeiten geben kann (und wohl auch geben wird).
Im Moment genieße ich es aber einfach so wie es ist. Und es ist gut so!
Das Einleben zu Hause ging, wie schon geschrieben, sehr schnell. Es mag sein, dass die besonderen Umstände meiner Rückkehr hier förderlich waren (fehlender Jet-Lag), wahrscheinlich ist es aber so wie bei jedem längeren Urlaub: Der Alltag hat einen schnell wieder. Ich komme ja nirgendwo fremd hin, ich bin hier seit über 15 Jahren zu Hause. So richtig Alltag ist natürlich auch noch nicht: Ich bin noch bis Gründonnerstag krank geschrieben und werde am Osterdienstag wieder arbeiten gehen. Dann sind noch eine Woche Ferien (da brauche ich die Kinder nirgendwo hinzubringen), und erst dann beginnt der wirkliche Alltag mit seinen ganz normalen Anforderungen.
Medizinisch gibt es nur wenig zu berichten. Die Heilung schreitet jeden Tag ein wenig weiter vorran, das merke ich z.B. daran, dass das Wundsekret weniger geworden ist. Es ist aber keineswegs verschwunden, genauso wie die wunden Stellen oder die oberflächlichen Nekrosen. Über das Wochenende gab es eine Phase, in der die Schmerzen ein wenig mehr wurden. Aus den gelegentlichen "Nadelstichen" wurde dann ein kontinuierlicher leicht brennender Schmerz, nicht besonders stark. Normalerweise könnte das ein Anzeichen für eine Entzündung sein. Beim Wasserlassen gab es aber keine Veränderung, insbesondere wurde es nicht schlimmer, so das ein Harnwegsinfekt (der durchaus vorkommen kann) erst mal ausschied. Inzwischen ist es auch wieder ganz normal und schmerzfrei.
Zeitweise kann ich jetzt auch ohne Sitzkissen ganz gut sitzen, je nach Untergrund. Beim Autofahren ist es ohne Kissen auf längeren Strecken sogar etwas angenehmer, weil ich durch die Ruckelei und das Bewegen immer in das "Sitzloch" rutsche, was einen unangenehmen Zug auf das Gewebe ausübt. In ein oder zwei Wochen werde ich mein liebgewonnenes "Pillow" dann vielleicht nur noch auf wirklich harten Untergründen brauchen - und dann wahrscheinlich nicht mehr immer dabei haben!
Das Dilaten macht mir im Moment überhaupt nichts aus. Es ist zwar manchmal lästig in der Mittagszeit immer wieder nach Hause zu müssen. Andere Aktionen gehen auch gar nicht: Der geplante Besuch mit unseren Kindern im Mathematikum in Gießen am kommenden Samstag fällt aus, weil wir dann den ganzen Tag unterwegs wären. Dilaten müsste zwangsläufig einmal ausfallen, das möchte ich im Moment nicht.
Inzwischen dilate ich nur noch mit der Größe L. Das Einführen ist zwar etwas schwieriger als mit Größe M und beim Überwinden des Abdominalmuskels auch etwas schmerzhaft und unangenehm. Es dauert aber nicht länger als erst mit M auf die volle Tiefe zu dehnen und anschließend das "Full Qualified Dilating" mit der Größe L durchzuführen. Die volle Tiefe erreiche ich nach 5 bis 10 Minuten. Dabei ist es fast egal, ob das letzte Dilating sechs oder auch mal neun Stunden her ist. Das finde ich gut, weil es mir ein wenig mehr Flexibilität gibt, vor allem wenn ich nächste Woche auch wieder anfange zu arbeiten. Sollte das so bleiben (die stärksten Narben-Kontrakturen kommen ja erst im zweiten und dritten Monat) entlastet das etwas meinen Tagesrhythmus ab Mitte Mai, wenn ich nur noch zwei mal täglich dilaten muss. Das wäre mir natürlich sehr recht. Es kann aber auch anders kommen und bei anderen Patientinnen ist das auch anders, da macht sich jede Stunde bemerkbar und für das Erreichen der vollen Tiefen brauchen sie auch mehr Zeit.
Das "Umrühren" fühlt sich übrigens gegen Ende des Dilatens richtig schön "weich" an. Die Tiefe (mit Dilator L) ist unverändert bei 17cm, inzwischen vielleicht sogar ein wenig mehr. Ausreichend ist es auf jeden Fall.
Es gibt für mich aber auch ganz andere sehr erfreuliche Entwicklungen, mit denen ich gar nicht gerechnet habe. Ich hatte erwartet, dass mich das ständige Dilaten ziemlich in Anspruch nehmen würde und eher eine Belastung ist. Tatsächlich geht es mir sehr leicht von der Hand. Im Moment fühle ich mich gar nicht belastet, im Gegenteil, es geht mir besser und ich bin ausgeglichener wie in den ganzen vergangenen Jahren. Noch Anfang des Jahres habe ich damit gerechnet, dass ich, wenn ich die ganze Nachsorge hinter mir habe, sicher irgendwann einmal in Kur fahren muss, um mich von dem ganzen Stress zu befreien. Es gab ja keine Nacht, in der ich mal durchgeschlafen hätte, zeitweise war ich dann auch richtig angespannt und kratzbürstig. Von Anspannung gibt es im Moment keine Spur. Und ich schlafe jede Nacht durch - das ist ja so erholsam! Ich weiß, dass es auch wieder andere Zeiten geben kann (und wohl auch geben wird).
Im Moment genieße ich es aber einfach so wie es ist. Und es ist gut so!
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